Gear Talk

…oder „Was hat der denn alles dabei?“

Hier erfahrt Ihr, welche Kamera(s) ich während meinen Hochzeitsreportagen nutze, welche Objektive wann zum Einsatz kommen und warum auch Zubehör bei meiner Arbeit eine Rolle spielt. Was für den ein oder anderen ein wenig technisch wirken mag, ist für mich das Herz meiner Arbeit. Und wer sich genau wie ich gerne mit den Details befasst, der kann schon hier einen Blick in meine Tasche werfen. Und bevor es richtig losgeht, solltet ihr vielleicht noch wissen, dass ich die meisten Links hier als Affiliatelinks zu Amazon erstellt hab. Irgendwie hab ich das Bedürfnis euch das vor dem lesen und anklicken des ersten Links zu sagen! 🙂 So, jetzt aber!

Um sie dreht sich alles: Die Nikon

Von Anfang an haben mich Nikon Kameras beim Sammeln fotografischer Erfahrungen begleitet. Zu verdanken habe ich das meiner Familie:

Am 50. Geburtstag meines Vaters, der gleichzeitig der 25. Hochzeitstag meiner Eltern war, hat mein Cousin Raphael Harazim seine damals so geliebte Nikon D90 eingepackt und das ganze Spektakel fotografisch begleitet. Das war der Tag, an dem ich das erste mal so richtig mit der Fotografie in Berührung gekommen bin. Es war quasi „Liebe auf den ersten Blick“ und die Haptik hat sofort gepasst, weswegen ich mir eine Nikon D40 zugelegt habe.

Peu à peu kam dann natürlich mehr „Spielzeug“ dazu. Nach einer Nikon D90 und einer Nikon D600, die aktuell die Katha, die Dame an meiner Seite nutzt, habe ich mich dann für die Nikon D750 entschieden. Sie hat mir schon auf vielen Hochzeiten treue Dienste geleistet und wird auch in naher Zukunft nicht durch etwas anderes ersetzt.

Meine Nikon D750 ist mit einem MB-D16 Batteriehandgriff und einer Nikon AH-4 Handschlaufe verbunden. Und weil sich niemand gerne alleine fühlt, wird sie von einer Nikon D800, die an einem Compagnon „the bold strap“ hängt, begleitet.

Objektive

Als Fotografen wisst Ihr selbst: Ohne Objektiv keine Aufnahme und ohne Objektive kaum Vielfalt. Aus diesem Grund setze ich bei meiner Arbeit auf verschiedene Brennweiten, bei denen jede für sich seine ganz eigenen Möglichkeiten mitbringt. In der Auflistung zeige ich Euch, welches Objektiv bei mir wann zum Einsatz kommt.

Dieses Weitwinkelobjektiv nutze ich für meine Location Aufnahmen. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen und für mehr nutze ich es auch nicht.

Ein solider Allrounder, den ich aber ehrlich gesagt eher weniger nutze. Wenn, dann kommt das Objektiv auf meiner Nikon D800 in der Kirche oder beim Standesamt zum Einsatz. Ich bin kein Fan von Zoomobjektiven und bewege mich lieber, als dass ich das Objektiv „arbeiten“ lasse. In der Kirche bzw. bei der Standesamtlichen Trauung ist das aber nicht immer von Vorteil, denn hier bewege ich mich selbstverständlich im Hintergrund.

Das ist auch bei Hochzeiten mein „Immer-Drauf“. Es gibt für mich einfach kein anderes Objektiv, mit dem man menschliche Nähe so gut einfangen kann. Alles, was nach der Trauung stattfindet, wird bei mir mit diesem Objektiv fotografiert! Meine komplette Hochzeitsreportage trägt die Handschrift des „35ers“!

Wenn ich das 50er von Sigma nutze, dann für das Brautpaar-Shooting oder für Detailaufnahmen vor Ort. Ansonsten ist es eher als Taschenbeschwerer dabei, erfüllt aber im richtigen Moment durchaus seinen Zweck.

Noch ein Taschenbeschwerer. 🙂 Dieses Objektiv habe ich zwar immer dabei, nutze es allerdings nur dann, wenn es situationsbedingt Sinn ergibt. Bei dem 85er kann ich an einer Hand abzählen, wie viele Bilder bei Reportagen damit bei mir entstanden sind.

Dieses Objektiv kommt in der Regel nur dann zum Einsatz, wenn ein Zweitfotograf mit mir eine Hochzeit dokumentiert, oder  in den ersten dreißig Minuten vor der Trauung, wenn die Gäste der Gesellschaft langsam eintreffen, mehr aber auch nicht.
Ich nutze es nur in den seltensten Fällen, denn ich bin lieber „mittendrin“ und nutze dabei mein Sigma 35 mm f/1,4.

Zubehör und „Nice-to-haves“

Ohne Zubehör erscheine ich zu keiner Hochzeit. Die meisten dieser kleinen und größeren Helfer sind nicht zwingend notwendig, vergrößern meinen Spielraum jedoch deutlich und spielen auch beim Thema Sicherheit eine Rolle.

Fangen wir mit dem Bundlestar Dual Ladegerät 1965 an. Dadurch, dass alle meine Kameras den gleichen Akku haben, nehme ich dieses Ladegerät mit, um für den Ausnahmefall „leerer Akku“, vorbereitet zu sein. Ich habe zwar grundsätzlich für jede Kamera einen Ersatzakku dabei, aber man weiß ja nie.

Passend zum Ladegerät habe ich mir dann auch das Anker Micro USB Kabel gekauft. Fragt mich bitte nicht, warum ich genau dieses Kabel ausgewählt habe, aber mit der Zeit habe ich auch zuhause und im Studio alle Mikro USB-Kabel durch die Anker-Kabel ersetzt. Es ist einfach eine Glaubenssache denke ich. Wie „Opel oder VW“, „Apple oder Windows“. Wenn man einfach ein gutes Gefühl hat und von etwas überzeugt ist, dann will man nichts anderes mehr in der Bude haben! Eine Powerbank von Anker ist auch immer mit dabei; einfach nur, um mein Handy mit Strom zu versorgen. 🙂

Das Dreiecksprisma als nächstes Zubehörteil setze ich für den kreativen Part beim Brautpaar-Shooting ein. Meist kommt nur ein Bild ins Portfolio, aber das wiederum ist etwas besonderes. Und für rund 10€ lohnt sich die Anschaffung in jedem Fall.

Seit dem ich meine Nikon D800 habe, kommt auch das Transcend All-in-1 Multi Kartenlesegerät zum Einsatz. Durch den CF-Slot der Kamera blieb mir einfach nichts anderes übrig, als mir das Teil zu kaufen.

Den EasyAcc Super Speed USB 3.0 4 Port Hub und die vier Transcend TS-RDF5K Kartenleser habe ich im Einsatz, wenn ich eine Ganztagsreportage begleite. So kann ich den Inhalt mehrerer Karten zwischendurch auf meinem Apple MacBook sichern. Alles, was ich tun muss: HUB anschließen, Kopiervorgang aller vier Karten starten und in aller Ruhe weitermachen, ohne darauf zu achten, wann ich wieder die SD Karte wechseln muss.

Mein ThinkTank SD Pixel Pocket Rocket Speicherkarten-Etui habe ich seit neustem immer „am Mann“. Ist die Datensicherung auf meinem MacBook erledigt, kommen die vollen Speicherkarten immer in dieses Etui. Sollte irgendwas mit meinem Equipment passieren, habe ich die Speicherkarten immer dicht bei mir! Auch wenn ich jetzt kein internationaler Hochzeitsfotograf bin, so habe ich dennoch die eine oder andere Geschichte von Überfällen auf Fotografen gehört, denen ALLES geklaut wurde!
Mein Equipment kann ich wieder kaufen, Bilder einer Hochzeit jedoch nicht!
Deswegen sichere ich schon vor Ort und Eure Bilder bekommen „Personenschutz“.

Das Ganze packe ich dann in meine Compagnon „the messenger“. Hier ist alles gut aufgehoben und organisiert. Hierzu kommen noch das Compagnon „the toolbag“ Zubehör-Case und das Compagnon „the wallet“ Speicher-Etui.

Zu guter Letzt habe ich für die feierlichen Abendstunden zwei Yongnuo YN-568EX Blitze dabei. Diese werden direkt auf meine Kameras montiert, da ich meine Blitze nicht in der Location aufstellen möchte. Außerdem achte ich immer darauf, die Bilder so wirken zu lassen, als wären sie nicht geblitzt und diese beiden helfen mir dabei. Die Blitze werden durch meine Eneloop XX Pro Mignon AA Akkus 2550 mAh „befeuert“.

Als Speicherkarten nutze ich jeweils eine 32GB Transcend Ultimate-Speed SDHC Class 10 und eine SanDisk Extreme 64 GB SDXC, die als Backup zählt.


So kommen wir zum Ende meiner kleinen Ausrüstungs-Tour. Ich denke, dass das erstmal genug „Gear-Talk“ war und Ihr euch ein gutes Bild von meinem Equipment machen konntet.

Wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr sie mir natürlich gerne stellen. 🙂

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